Die Stadt Pattensen

Pattensen liegt 13 Kilometer südlich von Hannover. Die Stadtrechte erhielt Pattensen wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts; der genaue Zeitpunkt lässt sich aufgrund der komplizierten Quellenlage nicht genau bestimmen.

Pattensen hatte bis zur Jahrhundertwende einen weitgehend dörflichen Charakter. Mit dem Anschluss Pattensens 1899 an das Straßenbahnnetz von Hannover änderte sich das Stadtbild Pattensens. Die Einrichtung dieser Straßenbahnlinie 21 galt weniger der Personenbeförderung; vielmehr war sie für die Güterbeförderung aus Pattensen gedacht. Hauptsächlich wurde die Straßenbahn zur Zuckerrübenbeförderung von Pattensen nach Rethen genutzt. Gleichzeitig wurden die Stromversorgungsanlagen der Straßenbahn dazu genutzt, in der Nähe der Straßenbahn gelegene Ortschaften und Einzelinteressenten mit Strom zu versorgen. Auf diese Weise wurde Pattensen bereits 1899 mit elektrischer Energie versorgt. Industriebetriebe nutzten dieses und siedelten sich an. Sie begannen meist als kleine Handwerksbetriebe, die dann im Laufe der Zeit die Größe kleiner und mittlerer Firmen erreichten. Das Betätigungsfeld dieser Firmen lag im Baugewerbe, in der Holzverarbeitung und im Druckgewerbe. Der Hauptanteil der Beschäftigung lag allerdings in der Landwirtschaft.

Anteil der Einwohner jüdischen Glaubens an der Gesamtbevölkerung Pattensens:

Jahr 18711885189519051925
Christen 15001608
1710
1566
1821
Juden69
82
76
75
59

1933 hatte Pattensen 1757 Einwohner. Die meisten waren Protestanten. Zur katholischen Kirche bekannten sich rund 100 Bürger, zum jüdischen Glauben 43.



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